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Fußball und Kommunkationskanäle

Interview mit Ralf Rangnick in der Rhein-Neckar-Zeitung vom 14.5.2007

Frage an Ralf Rangnick:

"Wie ist das Verhältnis zu Ihrem ehemaligen Assistenten Mirko Slomka, der jetzt Cheftrainer in Gelsenkirchen ist?"

Ralf Rangnick:

"Wir waren fünf Jahre lang die besten Freunde. Doch als Mirko Cheftrainer wurde, hat er er mir das lediglich am nächsten Morgen mit einer SMS mitgeteilt. Das konnte ich nicht nachvollziehen. ...... "

Diese Aussage von Ralf Rangnick, dem Trainer der TSG Hoffenheim, die er in die 2. Bundesliga führte, ist ein typisches Beispiel für die Wahl eines falschen Kommunikationskanals bei der Übermittlung wichtiger persönlicher Nachrichten. Kommunikationskanäle wie e-Mail und vor allem SMS, wo nur sehr kurze Botschaften übertragen werden können, sind für wichtige Informationen persönlicher Natur aufgrund der fehlenden direkten Kommunikation ungeeignet. Je persönlicher die Nachricht, um so persönlicher sollte der Kommunikationskanal sein. In diesem Fall hätte Mirko Slomka sicherlich besser zum Telefonhörer gegriffen.

Warum hat er es nicht getan, obwohl Rangnick in als früheren "besten Freund" bezeichnet? Hier können wir nur vermuten. Wahrscheinlich ist, dass es Mirko Slomka peinlich war, seinem Freund, der bei Schalke 04 entlassen worden war, mitzuteilen, dass er nun der Nachfolger des Geschassten ist. Und bei einer SMS musste er sich nicht direkt mit Ralf Rangnick auseinandersetzen, sondern konnte so einer zu erwartenden unangenehmen Gesprächssituation aus dem Weg gehen. Die Konsequenz aus diesem menschlichen Verhalten ist jedoch, dass Ralf Rangnick dies "nicht nachvollziehen" konnte. Anzunehmen ist, dass er sogar richtig sauer war.

Fazit: Auch wenn es manchmal schwer fällt, muss bei wichtigen persönlichen Nachrichten, egal ob gut oder schlecht, immer der direkteste und persönlichste Kanal gewählt werden. Und das ist sind Telefon, die Videokonferenz oder das persönliche Treffen.

Allgemein gilt:

Je komplexer die Kommunikationssituation ist, desto komplexer muss das verwendete Kommunikationsmedium sein.

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