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26.09.2016

“Distance Leadership” – ein Seminar mit Langzeitwirkung

“Vertrauen ist der Mörtel, der virtuelle Teams zusammenhält.” Diese Aussage ist ohne Wenn und Aber zu unterschreiben. Doch Vertrauen allein reicht für die erfolgreiche Zusammenarbeit aus der Ferne in der Regel nicht aus. Mindestens genauso wichtig ist es, den “Kontext” der Personen zu kennen, mit denen man aus der Distanz zusammenarbeitet. Doch was ist das – der Kontext?


Beim Kontext handelt es sich grob gesagt um den Rahmen, in dem sich die Kollegen oder die Mitarbeiter in der Ferne bewegen. Dies beginnt bei der scheinbar ganz einfachen Frage: “Was ist der Inhalt unserer Zusammenarbeit?” Es zeigt sich leider sehr oft, dass dieser Inhalt nicht klar und eindeutig definiert ist. Damit arbeitet man zumindest partiell aneinander vorbei. Die Folge sind zeitaufwändige “Nachjustierungen”, aber auch Konflikte und Misstrauen – wodurch sich der Kreis zum Vertrauen wieder schließt.

Zum Kontext gehört aber auch die Büroumgebung, in der der entfernte Partner arbeitet. Sitzt er mit anderen Personen in einem Büro? Befindet er sich im Home Office? Welche Büroausstattung hat er? Wer sind seine Kollegen vor Ort? Die Antwort auf diese Fragen gibt ein klareres Bild von der Situation in der Ferne und hilft, diese besser einzuschätzen.

Ein dritter wichtiger Aspekt ist der Kontext in der Kommunikation. Worum geht es in der E-Mail wirklich, die ich eben erhalten habe? Warum treffen wir uns in einem virtuellen Besprechungszimmer? Worüber sprechen wir in diesem Telefonat?

Hört sich trivial an, sagen Sie? Nun, überprüfen Sie einfach mal, wie oft es vorkommt, dass in einer Präsenzbesprechung irgendwann jemand fragt: “Leute, worüber reden wir denn jetzt überhaupt?” Bei der Kommunikation aus der Ferne kommt es wesentlich häufiger zu derartigen Unklarheiten – nur werden sie seltener erkannt. Und dies kostet Zeit, Geld und Nerven.

Virtuelle Grüße aus dem Rheinland

Konrad Fassnacht

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